Glasfasergewebefilter
Hocheffiziente Lösung für saubere Metallschmelzen
In der anspruchsvollen Welt des Aluminiumgusses haben sich Glasfasergewebefilter als unverzichtbarer Standard etabliert. Sie bieten eine unschlagbare Kombination aus thermischer Beständigkeit, chemischer Neutralität und exzellenter Filterleistung. Überall dort, wo höchste Bauteilintegrität bei gleichzeitig wirtschaftlicher Prozessführung gefragt ist, sind diese Filter die erste Wahl.
Einsatzzweck und Funktion
Glasfasergewebefilter bestehen aus speziell behandeltem E-Glas oder High-Silica-Gewebe, das extrem hohen Temperaturen standhält. Ihr primärer Einsatzort ist der Sand-, Kokillen- und Feinguss. Sie werden entweder direkt im Anschnittsystem platziert oder bei größeren Bauteilen unter dem Speiser positioniert.
Neben der rein mechanischen Filterung von Oxiden und Schlackeresten erfüllen sie eine entscheidende physikalische Aufgabe: Sie wandeln die turbulente Strömung der einfließenden Schmelze in eine laminare Strömung um. Dies verhindert die gefürchtete erneute Oxidation innerhalb der Gussform.
Unsere Lösungen
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Vorteile
Maximale thermische Stabilität: Spezielle Beschichtungen erlauben den Einsatz bei Gießtemperaturen bis zu 850°C (kurzzeitig höher).
Chemisch Iner: Keine Reaktion mit der Schmelze; absolut rauch- und gasfrei beim Gießen.
Geringes Gewicht: Erleichtert das Handling und die Lagerung massiv im Vergleich zu schweren Keramikfiltern.
Kosteneffizienz: Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis für die Serienfertigung von Aluminiumbauteilen.
Nachteile
Druckempfindlichkeit: Bei extremen statischen Drücken im Formsystem können Gewebe ohne Stützstruktur verformt werden.
Einweg-Produkt: In Tiegeln sind diese Gewebe für den einmaligen Abguss konzipiert.
Mechanische Belastung: Scharfe Kanten im Formsand können das Gewebe beim Einlegen beschädigen, wenn nicht sorgsam gearbeitet wird.
Filtrationstiefe: Wie alle Siebfilter primär für die Oberflächenfiltration geeignet.
Experten-FAQ: Glasfasergewebefilter in der Gießereipraxis
Der Hauptvorteil liegt in der Materialreinheit. Glasfaserfilter sind vollkommen inert, es findet also keine Diffusion von Eisen (Fe) in die Schmelze statt. Zudem sind sie leichter und lassen sich nach dem Guss oft einfacher vom Kreislaufmaterial trennen, da sie spröde werden und zerfallen.
Die Flexibilität ist enorm. Wir liefern sie als passgenaue Zuschnitte (quadratisch, rund), als dreidimensionale Filterkappen (Hüte) für das direkte Aufsetzen auf den Einguss oder als Rollenware für die eigene Konfektionierung.
Im Gegenteil. Unsere Filter sind mit speziellen, hitzebeständigen Schlichten (z.B. auf Phenolharzbasis) versteift. Diese verbrennen beim Kontakt mit der Schmelze nahezu rückstandsfrei und sorgen dafür, dass das Gewebe auch bei der ersten Schockbelastung durch das Metall formstabil bleibt.
Ja, aufgrund ihrer hohen thermischen Beständigkeit und chemischen Trägheit sind sie hervorragend für Magnesiumlegierungen geeignet, wo sie zudem helfen, die Entzündungsgefahr durch Beruhigung des Gießstroms zu senken.
Jeder Filter stellt einen Widerstand dar. Glasfaserfilter haben jedoch ein sehr hohes offenes Flächenverhältnis. Man rechnet im Schnitt mit einer Reduktion der Strömungsgeschwindigkeit um ca. 10-20 %, was in den meisten Fällen gewollt ist, um Turbulenzen zu vermeiden.
Die Filter sollten trocken und vor UV-Strahlung geschützt gelagert werden. Feuchtigkeit kann die Versteifung des Gewebes (die Schlichte) schwächen, was das Einlegen in die Form
Durch den Einsatz von Glasfaserfiltern wird der Ausschussanteil durch Oxideinschlüsse drastisch reduziert. Weniger Ausschuss bedeutet weniger Energieaufwand für das Wiedereinschmelzen und eine höhere Materialeffizienz im gesamten Prozess.